Schilddrüsenknoten

Die Schilddrüse ist eine schmetterlingsförmige Drüse, die sich direkt vor der Luftröhre im Hals befindet. Vor allem die von ihm ausgeschütteten Schilddrüsen- und Calcitoninhormone sind lebenswichtig. Wir bezeichnen das Wachstum dieser Drüse, abgesehen von einer Entzündung oder einem Tumor, als Kropf. Obwohl ein Kropf aus einem Knoten entsteht, der als Masse im Schilddrüsengewebe erscheint, nennen wir ihn Knotenstruma. Heutzutage werden Schilddrüsenknoten meist bei Ultraschalluntersuchungen entdeckt, die aus einem anderen Grund, der Halstomographie oder der PET, durchgeführt werden, und seltener wird über eine äußerlich sichtbare Raumforderung geklagt. Auch hier ist die Erkennungsrate bei der Ultraschalluntersuchung hoch, da Störungen erkannt werden, wenn der Schilddrüsenhormonspiegel während der Schwangerschaft oder bei einer anderen Untersuchung überprüft wird. Obwohl die Knötchenerkennungsrate von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich ist, schwankt die Krebserkennungsrate anhand dieser Knötchen zwischen 4 % und 6,5 %. Kurz gesagt: Bei jedem 20. Patienten mit einem Knoten wird Schilddrüsenkrebs festgestellt, weshalb Untersuchungen erforderlich sind.

 

Der häufigste Test, den wir verwenden, wenn Schilddrüsenknoten entdeckt werden oder zum ersten Mal entdeckt werden, ist die Schilddrüsenultraschalluntersuchung. Insbesondere bei tumorverdächtigen Knoten ermöglicht es eine vorläufige Diagnose sowohl aus der Sicht des Radiologen als auch aus der Sicht des behandelnden Arztes. Nach der Untersuchung Ihrer Schilddrüsenknoten mittels Ultraschall wird bei Bedarf eine Nadelbiopsie durchgeführt.

 

Die häufigste Untersuchung, die wir bei der Untersuchung von Tumoren in Schilddrüsenknoten durchführen, ist die Feinnadelbiopsie. Insbesondere bei sonographischen Befunden, die auf einen Tumorverdacht schließen lassen, können bei Bedarf im Abstand von einigen Monaten nacheinander Biopsien entnommen werden. Schilddrüsennadelbiopsien bestimmen das Risiko für Schilddrüsenkrebs. Da dieses Risiko zwischen 0 und 99 % liegen kann, gibt es pathologische Klassifizierungen. Bei diesen Klassifikationen steigt mit steigender Risikorate auch die Operationshäufigkeit. Kurz gesagt: Auch wenn Nadelbiopsien keine definitive Diagnose liefern, leiten sie uns doch bis zu einem gewissen Grad bei der Bestimmung des Krebsrisikos.

 

Schilddrüsenknoten sind nicht nur krebsgefährdet, sondern können aufgrund der übermäßigen Hormonsekretion auch zu einem toxischen Kropf werden. Aus diesem Grund überprüfen wir den Hormonstatus der Knoten mit der Schilddrüsenszintigraphie bei Patienten, die nicht gefährdet sind und einen hohen Hormonspiegel aufweisen.